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Alt 01.02.04, 07:51   #1
Anvar666
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Thumbs up Tagestip für Montag, den 02.02.2004

Tagestip für Montag, den 02.02.2004

Uhrzeit: 22.50
Sender: MDR



Titel: Der stille Don (Teil 1 von 3)
Originaltitel: Tichij Don
Genre: Revolutions-Epos
Land/Jahr: UDSSR 1957
Regie: Sergej Gerassimow
Darsteller: Pjotr Glebow, Sinaida Kirijenko, Alexander Blagowessow, Elina Bystrizkaja

Laufzeit in min: 105
Werbeunterbrechungen: nein
Schnittangaben: uncut
Sonstiges: Den 2. Teil sendet das MDR FERNSEHEN am 9.2.2004, 22.50 Uhr und den 3. Teil am 16.2.2004, 22.55 Uhr.

Erhältliche Veröffentlichungen:

Inhalt: Teil 1: 1968, drei Jahre nach der Verleihung des Nobelpreises an Scholochow, war die Trilogie zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. In der Weltabgeschiedenheit des Kosakendorfes Tatarsk am Don verläuft das Leben ruhig. Hier ist Grigori Melechow, ein junger, feuriger Kosak aufgewachsen. Sein Herz gehört Axinja, der schönen Frau seines Nachbarn Stephan Astachow. Axinja erwidert Grigoris Liebe, und als Stephan zu einer militärischen Übung einberufen wird, leben sie vor den Augen des Dorfes wie Mann und Frau. Zwischen den Astachows und den Melechows ist deshalb tödliche Feindschaft ausgebrochen. Der alte Melechow verheiratet seinen Sohn gegen dessen Willen mit Natalja. Grigori duldet die Heirat, doch die Eheleute bleiben sich fremd. Als dieses Leben für ihn unerträglich wird, flieht er mit Axinja auf das Gut des Fürsten Listnizla. Hier wird ihre gemeinsame Tochter geboren. Als der erste Weltkrieg ausbricht, muß Grigori seine geliebte Axinja verlassen... Teil 2: Überwog im ersten Teil von Gerassimows Verfilmung noch die Genre-Zeichnung der Romanvorlage, so tritt jetzt die Revolution in den Vordergrund. In dichten Szenen verknüpft er das persönliche Schicksal Grigori Melechows mit den historischen Ereignissen. Stellungskrieg an der Front und Hunger in der Heimat - das ist die Situation für Grigori Melechow im Jahre 1916. Neue Fronten bilden sich, Weiß und Rot. Der Sturm auf den Winterpalast in Petersburg wird zum Auftakt für die Revolution. Grigori, der die mit ihm davongelaufene Axinja verlassen hat und zu seiner Frau Natalja zurückgekehrt ist, schließt sich den Bolschewiki an. Natalja will ihrem sinnlos erscheinenden Dasein ein Ende bereiten, im letzten Augenblick wird sie von ihren Angehörigen daran gehindert. Axinjas Töchterchen ist wenige Tage nach der Geburt gestorben und Grigori kann sie einfach nicht vergessen. Als er mitansehen muß, wie wehrlose Gefangene niedergemacht werden, verläßt er die Truppe und kehrt heim nach Tatarsk. Er schließt sich der Donkosaken-Armee an. Teil 3: Der dritte und letzte Teil der berühmten Trilogie nach dem Roman von Michail Scholochow ist eine der berühmtesten russischen Verfilmungen, die menschliche Schicksale getreu der literarischen Vorlage wiedergibt. Der Bruder-Krieg der Donkosaken ist auf seinem Höhepunkt und auch in Tatarsk hält der Tod reiche Ernte. Grigoris Frau Natalja stirbt an einer Abtreibung, sie wollte sein Kind nicht austragen, weil er wieder zu seiner großen Liebe Axinja zurückgefunden hat. Die Witwe seines Bruders Pjotr, Darja geht beim Baden im Don in den Tod, auch Gerigoris Mutter liegt im Sterben. Im März 1920 ist Grigori auf den Schlachtfeldern bei Noworissisk und schließt sich Budjonnys Reiterarmee an. Als er endlich zuhause in Tatarsk ist, findet er den Mörder seines Bruders. Auch Axinja trifft er wieder. Erneut hält es ihn nicht lange daheim, er flieht wiederum und es gelingt ihm schließlich Axinja zu sich zu holen. Doch plötzlich sitzt er neben ihrer Leiche - der Schuß eines Patroullienreiters hat die Frau, die er über alles liebte, tödlich getroffen. Über das Eis geht Grigori zurück, für ihn ist der Krieg und der Kampf zu Ende.

Kommentar: Seit Erscheinen gehört Michail Scholochows vierteiliges Romanepos „Der stille Don“ (1928 - 1940) zur Weltliteratur. Es wurde in über 50 Sprachen übersetzt, zweimal verfilmt und selbst eine Oper gibt es über diesen Stoff. 1957/58 inszenierte Sergej Gerassimow das Epos in drei Teilen (Erstverfilmung 1930, Regie: Olga Preobraschenskaja, Iwan Prawow) und wurde damit weltweit bekannt. Historisch bemerkenswert an der Geschichte des Kosaken Grigori - seiner Liebe zu zwei Frauen und seine Selbstbehauptung in den Wirren der Oktoberrevolution - ist, dass seine Geschichte als individuelles Schicksal mit dem Recht auf eine private Existenz erzählt wird. Der mit gewaltigem Aufwand inszenierte Dreiteiler beeindruckt durch vorzüglich gestaltete Außenaufnahmen und wurde auf dem Festival Karlovy Vary 1958 mit dem Großen Preis ausgezeichnet.


Video-Cover:

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Mitglied des 1. Offiziellen DTM-Clubs der Scotch Single Malt Whisky Liebhaber

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Das schwächere Geschlecht ist das stärkere wegen der Schwäche des stärkeren für das schwächere.

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